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Vergangenes Wochenende fand in Grevenbroich das erste Kinderbuchfest statt. Ein buntes Familienfest rund um Kinderbücher und ich war mittendrin!

Zusammen mit meiner Freundin und Illustratorin Francesca Piel habe ich mich auf die Reise begeben. Unterwegs sammelten wir meine Autorenfreundin Julia Osbahr, die extra aus dem Norden anreiste, ein und fuhren mit kribbeliger Vorfreude und einer Portion frischer original Hamburger Franzbrötchen nach Grevenbroich zu Stadtparkinsel. Freudestrahlend empfingen uns die beiden Initiatorinnen und Kinderbuchautorinnen Alina Gries und Nadine Marchi. Nach über zwei Jahren Schreibbuddy-Vertrautheit, woraus mittlerweile eine tolle Freundschaft entstanden ist, fielen Alina und ich uns in die Arme als würden wir uns ewig kennen. Kinderbücherschreiben verbindet! Immer und überall!

Nachdem wir das wunderschöne Gelände erkundet hatten, bauten wir bereits am Samstag Nachmittag unseren Stand auf. Francesca setzte meine und ihre eigenen Ideen perfekt um und heraus kam ein echter Hingucker-Stand. Sie setzte all meine bzw. auch unsere gemeinsamen Buchprojekte gekonnt in Szene. Gelernt ist gelernt. Gekonnt ist gekonnt. Bevor es dann zum gemeinsamen Autorenessen ging, ließen wir erstmal die Korken knallen und begossen unser Treffen und das anstehende Fest mit einem Sekt. Nach und nach trudelten beim Griechen viele der Autorinnen ein. Wir lernten uns kennen, obwohl wir uns gefühlt bereits schon länger kannten. Dank der großartigen Planung und Vorbereitung von Alina und Nadine waren alle top informiert und im Bilde über die Buchprojekte der anderen Autorinnen. Wochen zuvor durfte sich jede von uns auf dem Instagram-Account in einem Video und Beitrag vorstellen. In der Luft lagen Vorfreude und Aufregung. Es war eine tolle Atmosphäre. Ein geselliger Abend neigte sich dem Ende.



Aufgeregt starteten wir alle in den Sonntag. Von 11 bis 18 Uhr konnten die BesucherInnen das Kinderbuchfest genießen. Die Sonne schien. Hin und wieder lief Musik. Eine Band sowie singende Kita-Kinder traten auf der mobilen Bühne auf. Ein Moderator führte durch den gesamten Tag und kündigte Events und Workshops an. Lesungen wurden in der Stadtbücherei gehalten und von Jenny Blok, selbst Kinderbuchautorin, in Gebärdensprache übersetzt. Der Büroklammerbieger bog individuelle Lesezeichen. Es gab Draußenspiel-Möglichkeiten für die Kinder und auch das kulinarische Herz kam auf seine Kosten.






Die Kinder dieses Festes zogen mit ihren Stempelpässen durch die beiden Ausstellerhallen und erhielten am Ende eine buchige Überraschung. Es war so schön den Kindern von Wichtel Sverre und dem Kamufflon zu erzählen. Bekannte und neue Gesichter tummelten sich an unserem Stand.







Zwischendurch signierte ich Bücher und schrieb Autogrammkarten. Wir hatten gemeinsam einen tollen Tag mit vielen schönen Begegnungen. Hunderte Portionen Glück und Postkarten meiner Kinderbuchhelden sind in die Kinderhände gewandert und ich freue mich noch jetzt über die strahlenden Augen meiner Leserschaft.


Wenn es dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder heißt: Türen auf für das ZWEITE KINDERBUCHFEST! Dann bin ich in jedem Fall dabei!

Hier seht ihr Francesca und mich! Glücklich und rundum zufrieden und dankbar, dass wir unser kreatives Herzblut öffentlich machen dürfen! Danke, liebe Francesca für dieses unvergesslich schöne Wochenende und danke an unsere Männer, die Zuhause mit unseren Kindern das Familienleben gerockt und uns haben Kinderbuchfestfeiern lassen!


GLÜCKLICH!

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Seit über einem Jahr gibt es nun diesen Blog der Kamufflonwelt. Ich freue mich, dass ihr mit lest und meine vielen geschriebenen Worte rund um meine Kinderbuchwelt einen festen Platz gefunden haben. Mal ganz regelmäßig und mal ganz unregelmäßig.

Warum ich diesen Blog angefangen habe? Damit all mein Geschriebenes ein festes Zuhause hat. Zwar poste ich regelmäßig auf Instagram und Facebook, aber wer sagt mir, dass dies auch in ein paar Jahren noch eine Plattform sein wird, auf der wir uns lesen. Diesen Ort hier kann mir keiner nehmen. Denn was sich so locker leicht liest, bedeutet doch Zeit und Arbeit. Auch wenn es weitaus unangenehmere Arbeit gibt als für euch hier zu schreiben. Denn das liebe ich! Es ist ein schöner Ausgleich zum Schreiben von Kinderbüchern. Hier kann ich mich einer ganz anderen Leserschaft widmen und das bringt wirklich Spaß!

Und wisst ihr was? Ich habe ziemlich viele Ideen und Notizen in einem Notizbuch und in meinem Handy. Wann immer mir eine tolle, spannende, lustige, bewegende Situation oder Szene, die das wahre Leben schreibt, bietet, halte ich sie fest. Denn euch verrate ich es: EINES TAGES SCHREIBE ICH EINEN ERWACHSENENROMAN! Für euch und mit einer ordentlichen Prise Humor. So mein Plan!

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Ganz zu Beginn meines Kinderbuchautorinnendaseins habe ich häufige abends bis nachts geschrieben und an den Buchprojekten gearbeitet. Ich war in Elternzeit und eine Pandemie verschaffte mir viel Zeit zu Hause mit meiner Familie. Drei kleine Kinder wuselten durch meinen Alltag. Trotzdem habe ich mich abends, als endlich Ruhe im lauten Familienalltagstrubel eingekehrt war, an den Schreibtisch gesetzt und an meinem Kinderbuchtraum gearbeitet.

Nach meiner dritten und letzten Elternzeit nahm ich dann wieder meinen Beruf als Grundschullehrerin auf und merkte schnell, wie knapp mein Zeitfenster für mein Autorinnendasein wurde. Ich schob manchmal Pläne, Ideen und Arbeit Woche um Woche vor mir her und arbeitete nie alles zu Ende. Wollte ich doch so viel mehr schreiben und meine Buchprojekte voranbringen. Dieses Vormirherschieben ist völlig unüblich für mich, es sei denn es geht um meine Ablage und Papierkram oder aber lästige Hausarbeiten. Ich begann also wieder neben meinem Grundschullehrerinnenalltag und Mamaalltag abends zu schreiben. Es wurde oft spät und ich war müde. Müde, aber dennoch glücklich. Doch meinem Mann und mir wurde schnell klar, so darf mein Autorinnenalltag keinesfalls aussehen. Ich brauchte einen festen Vormittag, an dem ich mich um meine Buchprojekte kümmerte. Ich reduzierte erneut meine Unterrichtsstunden. In erster Linie für unseren Familienalltag. Aber auch, um einen weiteren freien Vormittag zu Hause zu haben, an dem ich an meinem Kinderbuchtraum arbeiten konnte. Zugegebener Maßen holperte es manche Wochen: Mal war eines der Kinder krank oder ich selbst. Termine passten nur an diesem freien Vormittag. Irgendwie kam immer wieder etwas dazwischen, um von einem festen Autorenvormittag sprechen zu können. So hatte ich mir das Ganze nicht vorgestellt.

Klappte es an meinem angedachten Schreibvormittag nicht, so setzte ich mich konsequent abends an den Schreibtisch. Ich kam voran. Aber eigentlich bin ich ein Morgenmensch. 9 Uhr morgens war schon zu Unizeiten meine beste Tageszeit, um produktiv zu arbeiten. Also schaffte ich mir einen Kalender für 2023 an. In meiner Lieblingsfarbe grün. Mit einem schönen Ledereinband. Ich blockte mir mit einem Textmarker alle Mittwoch-Vormittage. Dasselbe tat ich in meinen anderen Kalendern. So bekam es eine Verbindlichkeit und ich nahm meine Arbeit als Autorin tatsächlich nur aufgrund des Markierens noch ernster. Seit Beginn des Jahres gehört dieser Mittwoch mir als Autorin. Die Kinder bringe ich pünktlich weg, sodass ich spätestens um 9 Uhr am Schreibtisch oder Esszimmertisch sitze. Jede Woche ist geplant mit dem, was ich schaffen und arbeiten möchte. Das kann die Planung einer Lesung sein, das Schreiben von Socialmediabeiträgen, Buchhaltung, Schreiben eines Buches, Korrektur oder oder oder. Ich fange an. Ohne wenn und aber. Ohne Handy und ohne an den Haushalt und den Rest des Familienalltags zu denken. Das klappt tatsächlich sehr gut. Ich muss dann zwar manche Tage die Scheuklappen aufsetzen, über Wäscheberge steigen oder aber die Frühstückskrümel auf dem Fussboden ignorieren. Das gelingt mir aber sehr gut. Denn manchmal muss man einfach machen. Anfangen und andere Dinge sein lassen. Ausreden um etwas nicht zu tun, gibt es genug.
Wie sagte meine Freundin vor vielen Jahren zu mir:
MAN HAT NICHT KEINE ZEIT. MAN NIMMT SICH ZEIT. ZEIT FÜR DIE DINGE, DIE EINEM WICHTIG SIND.


Also nehme ich mir meine Zeit, Kinderbuchautorin zu sein. Jeden Mittwoch aufs Neue. Vormittags, wie abends. Manche Wochen (und das waren in diesem Jahr schon einige) sogar noch ein bis zwei Vormittage und Abende mehr. Denn ein neues Kinderbuch will veröffentlicht werden, Lesungen gehalten und Ideen umgesetzt werden. Es bringt Spaß und lässt sich seit Jahresbeginn wunderbar mit meinem Grundschullehrerinnendasein und Familienalltag verbinden.

Eure glückliche Kinderbuchautorin

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