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WENN ICH VORSTELLEN DARF... ... das ist Katrin. Kennengelernt haben wir uns über Instagram. Während ich mich von zahlreichen Wichteltür- und Wichtelminiatur-Accounts inspirieren ließ, stolperte ich über Katrins Account @wichtelimherzen und blieb dort fasziniert hängen. Ich war sofort beeindruckt von Katrins kreativen Wichtelbasteleien und las gerne ihre Beiträge dazu. Katrins Familienwichtel Ole ist ein Ganzjahreswichtel, der wundervolle saisonale Ideen und Kreatives mitbringt. Da mir Katrins Account so gut gefiel, fragte ich sie kurzentschlossen, ob sie Interesse an einem Rezensionsexemplar meines Wichtelbuches habe. Sie freute sich und willigte sofort ein. Katrin las gemeinsam mit ihrer Tochter den ersten Band von Wichtel Sverre und schrieb eine tolle Zusammenfassung. Mittlerweile stehen wir in regelmäßigem Kontakt und haben einige Gemeinsamkeiten festgestellt: Katrin wohnt in der Stadt, in der meine Mama studiert hat und sie ist ebenso wie ich Grundschullehrerin mit einer großen Liebe zur Kinderliteratur. Damit auch ihr Katrin besser kennenlernen könnt, habe ich ein Interview mit ihr geführt. Lest selbst…



Katrin, erzähl doch mal…


Wie alt bist du? Woher kommst du? Wo wohnst du und warum?
Vor einigen Wochen habe ich einen „runden“ Geburtstag gefeiert und seither steht eine 4 an erster Stelle meiner Jahreszahl. Das fühlt sich noch ein wenig merkwürdig an, aber letztendlich ist es ja nur eine Zahl und im Herzen fühle ich mich weniger als halb so alt.
Mit meinem Mann und unserer Tochter wohne ich in Idstein. Das ist ein beschauliches kleines Städtchen zwischen Wiesbaden und Limburg, am Rande des schönen Taunus. Nach vielen Umzügen in den letzten Jahren haben wir hier nun endlich ein ruhiges Nest gefunden, in dem unsere kleine Maus behütet aufwachsen kann. Mein Mann braucht immer ein wenig die Nähe zur Stadt, ich hingegen Wiesen und Wälder. Hier haben wir beides und fühlen uns einfach rundum wohl.

Wo machst du am liebsten Urlaub?
Urlaub ist immer toll und ich kann mich da auf ganz viele verschiedene Umgebungen einstellen. Ich liebe es, in den Bergen aktiv zu sein oder auch neue Städte zu erkunden. Mein Herz allerdings hängt nun schon seit einigen Jahren an Dänemark. Dort können wir als Familie wunderbar entspannen, die Freiheit und dieses unbeschreibliche „Hygge“-Lebensgefühl in vollen Zügen genießen.

Welchen Beruf hast du gelernt? Was arbeitest du?
Ich habe Grundschullehramt studiert und habe bis zu meiner Elternzeit in diesem Beruf gearbeitet. Im Oktober starte ich nach drei Jahren Pause wieder in meiner alten Schule. Einerseits freue ich mich sehr darauf, wieder meinen geliebten Beruf ausüben zu können, habe aber auch großen Respekt vor dem neuen Lebensabschnitt und den damit verbundenen Herausforderungen.

Hast du Hobbys?
Mein allerliebstes Hobby ist schon immer das Basteln. Das mache ich seit ich Kleber, Schere und Stifte halten kann. Daran hat sich im Laufe der Jahre nicht allzu viel geändert. Ursprünglich bastle ich hauptsächlich mit Papier: Karten, Verpackungen, Fotoalben, kleine Geschenke und Deko. Ich stemple und stanze für mein Leben gern. Seit der Wichtel in unser Leben getreten ist, sind weitere Materialien und Techniken hinzugekommen, ich bastle häufiger dreidimensionale Objekte und habe mich nach und nach mit dem Werkstoff „Holz“ angefreundet.
Außerdem lese ich viel und gerne.




Kochst oder backst du lieber?
Das mache ich beides sehr sehr gerne und könnte gar nicht sagen, was mir da lieber ist.

Team Kaffee oder Team Tee?
Ich bin eindeutig „Team Kaffee“ und seit ich Mama bin, kann ich die Tasse Kaffee am Morgen wirklich sehr schätzen 😉

Seit wann bist du auf Instagram unterwegs?
Ich habe ziemlich lange überlegt, mir ein Instagram-Konto anzulegen. Im Laufe des letzten Jahres habe ich aber gemerkt, dass Accounts, die mich interessieren, nicht mehr so aktiv auf Facebook waren und mehr auf Insta gepostet haben. Also habe ich mich doch entschlossen, dort ein Konto einzurichten. Zunächst war ich dann eher passiv unterwegs, habe zur Weihnachtszeit aber die unzähligen tollen Wichtel-Accounts entdeckt und mich dann im Januar entschlossen, selbst aktiv zu werden. Mit dem tollen Feedback zu meinen Wichtel-Basteleien und den vielen lieben Kontakten, die über die Monate entstanden sind, hätte ich niemals gerechnet. Es macht mir so viel Freude, dort meine Ideen zu teilen und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Wie kommst du auf deine Kreativideen?
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal kann ich das gar nicht so genau erklären. Mir kommt einfach in entspannten Situationen, in denen ich gar nicht daran denke, eine Idee, oft kurz vor dem Einschlafen oder beim Kochen. Dann wieder sehe ich beim Einkaufen eine Farbkombination oder entdecke beim Durchblättern von Prospekten/Katalogen etwas, das mich inspiriert. Ganz viele Ideen finde ich natürlich auf Instagram und setze sie dann auf meine eigene Art und Weise um.

Kommt zuerst, die Idee oder zuerst das Material?
Meistens habe ich zuerst eine Idee und schaue dann, mit welchen Materialien und Techniken ich sie umsetzen kann. Das braucht manchmal auch mehrere Anläufe bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Meine kreativen Prozesse sind oft ziemlich chaotisch und unstrukturiert.


Wie wir beide bereits festgestellt haben, mögen wir beide den Wichtel gerne. Was fasziniert dich daran?
Für mich ist das Faszinierende an der Wichtelei die Magie, die damit verbunden ist, und die leuchtenden Kinderaugen. Gerade die Weihnachtszeit ist für Kinder ja eine ohnehin magische Zeit und ich finde, wenn so ein kleiner Wichtel zu Gast ist, wird das noch einmal ganz besonders betont. Ich selbst ertappe mich immer wieder bei der Vorstellung, wie unser kleiner Ole nachts heimlich, still und leise durch die Wohnung tappt oder auf seiner Schaukel im Weihnachtsbaum sitzt. Obwohl ich selbst für diesen Zauber sorge, kann ich mich ihm nicht entziehen. Der Wichtel ist einfach ganz tief in meinem Herzen und ich glaube auch in dem unserer Tochter.

Hier seht ihr noch Katrin Miniaturbastelei zu WICHTEL SVERRE BAND 1. Katrin hat für mich probegebastelt und mir Tipps zur Anleitung gegeben. Dafür bin ich ihr sehr dankbar!




Herzlichen Dank für das Interview!




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Aktualisiert: 13. Sept. 2023




Im Sommer 2021 – kurz nachdem WICHTEL SVERRE veröffentlicht war – setzte ich mich eines abends in den Garten und schrieb einen groben Plot für den zweiten Teil. Mir war bereits während des Schreibens von Band 1 klar, dass es in jedem Fall drei Teile geben würde, die aufeinander aufbauen. Im ersten Band stecken somit Details, die erst im dritten Band ihren Bogen schlagen werden und zusammenführen. Ich legte Charakterlisten und Übersichten der alten und neuen Protagonisten an. Schnell merkte ich, dass das Schreiben einer Fortsetzungsgeschichte gar nicht so einfach ist, wie ich anfangs glaubte. Ich hatte mir die Geschichte selbst ausgedacht, dann sollte es doch auch ein leichtes Spiel sein, sie weiter zu schreiben. Falsch gedacht. Mein Mann sagte, es sei wie mit Filmen: Oft floppen die zweiten Teile. Und damit hatte er verdammt Recht. Keinesfalls durfte meine zweite Wichtelgeschichte floppen. Ich wollte die Protagonisten und ihre einzelnen Charaktere sowie Verhaltensweisen, die Art wie sie in den Dialog mit dem kleinen Wichtel gehen, beibehalten - und das war gar nicht so einfach. Also las ich mein eigenes Buch selbst und notierte mir handschriftlich die einzelnen Beschreibungen, Sätze und Zitate der unterschiedlichen Figuren. Das half mir sehr, um bei jedem einzelnen Charakter zu bleiben und ihn genauso wie ich ihn in Teil 1 geschaffen hatte, wieder in Teil 2 auftauchen zu lassen. Jeder Charakter erhielt ein eigenes DINA4 Blatt. Einschließlich Illustration. Ich notierte mir im Plot bereits Hinweise auf Redensarten und Verhaltensweisen aus Teil 1. Der zweite Teil des Wichtelabenteuers spielt teilweise zur Weihnachtszeit. Beginnt jedoch im Frühjahr. Ich fragte mich, wie sich der Wald, die Tiere und Pflanzen im Lauf der Jahreszeiten veränderten und begann mit der Recherche.


Das Thema Moodboard hatten wir bereits in einem Workshop der KinderbuchManufaktur. Dabei stellte ich fest, dass ich unbewusst immer Fotos, Bilder oder Gegenstände während des Schreibprozesses nutze, um mich auf das Schreiben der Geschichte zu fokussieren und in Stimmung zu bringen. Bereits im ersten Band von WICHTEL SVERRE spielt das Polarlicht eine Rolle. Es taucht als kleine grüne Welle auf dem Kochbuch des kleinen Wichtels auf. Dieses Kochbuch hat Sverre von seiner Urgroßmutter erhalten, die aus Skandinavien stammt und im Weihnachtswichteldorf gearbeitet hat. Das Magazin NORDIS lese ich bereits länger und hebe die Magazine immer auf. Ich kramte alle Ausgaben, die ich besaß hervor und schnappte mir die neue Ausgabe. Polarlichtrecherche war das Ziel. Ich fand traumhaft schöne Aufnahmen der Polarlichter und las mich zusätzlich online ein und eignete mir Wissen an. Ich sammelte passende Fotos und erstellte mir eine Art loses Moodboard, indem ich die entsprechenden Seiten der Magazine aufgeschlagen um mich herum legte, sobald ich an der Geschichte arbeitete und schrieb.

Der Schreibprozess begann Anfang November. Bereits während des Plottens und der Recherche schaffte ich Schreibrituale, die mich in Stimmung bringen sollten. Die Fortsetzung sollte nämlich zum Teil weihnachtlich werden und während ich bei sommerlichen Temperaturen bis spät abends am Esszimmertisch saß und dem Grillenzirpen lauschte, dampfte drinnen ein Tee aus meiner Lieblingstasse. Außerdem zündete ich mir mein weihnachtlich duftendes Hyggelicht meiner Freundin Melissa, die die Covergestaltung übernimmt, an. Ein Teller mit Spekulatius und Marzipankartoffeln durften ab September auch nicht fehlen. Zimtstangen dazugelegt und fertig war meine Schreibumgebung. Doch bedeutete dies keinesfalls, dass ich sofort in einen Schreibfluss geriet. Zugegebenermaßen war es anfangs ziemlich holprig. Die Schlussszene war schnell geschrieben, doch aller Anfang war schwer. Worte meines Mannes: Zweite Teile floppen oft, wenn sie nicht gut genug sind und mein Versprechen an meine Kinder, dass die Geschichte zu Weihnachten fertig sei, schwebten über mir. Alles hemmte mich mehr und mehr, denn es sollte doch eine gute Geschichte werden. Dank meiner wunderbaren Community der KinderbuchManufaktur und zahlreicher Workshops, nahm ich mir den Tipp zu Herzen, einfach erstmal los zu schreiben, um zu schreiben, Kürzen kann man immer noch oder Szenen austauschen. Also setzte ich mich eines abends im November mit meiner Teetasse und dem Hyggelicht hin, schnappte mir einen Dominostein und schrieb los. Im November und Dezember verbrachte ich meine Abende beinahe ausschließlich in meiner Leseecke. Mit dem Laptop auf dem Schoss und allen Notizen und MoodboardMagazinseiten um mich drumherum und schrieb, was das Zeug hielt.

Weihnachten 2021

Es war der 23.Dezember 2021. Mein Hyggelicht war beinahe abgebrannt und ich hoffte, dass das letzte Bisschen Wachs reichen würde bis ich den letzten Satz zu Ende geschrieben habe. Die Uhrzeiger gingen gen Mitternacht und meine Finger rasten über die Tastatur. Ich hatte das Ende der Geschichte so klar im Kopf, dass ich es so schnell wie möglich erreichen, einfangen und aufschreiben wollte.
Wie bereits in Band 1 von WICHTEL SVERRE hat auch der zweite Band einen Epilog. Und der ist einfach so magisch und zauberhaft, dass ich tatsächlich eine Gänsehaut hatte als ich den Punkt setzte. Das Hyggelicht brannte noch. Ich pustete es aus. Machte ein Foto vom sich verziehenden Rauch und schickte es meinen Freundinnen mit den Worten: Es ist geschafft! Noch bevor mein Schreiblicht erlosch. Pünktlich zu Weihnachten. Ich ließ mich neben meinem Mann aufs Sofa plumpsen und sagte erleichtert: Ich bin fertig geworden! Ich habe Gänsehaut!
Das wohl beste Geschenk an unsere Kinder und mich selbst!

Zwischen den Jahren las ich meinen Kindern die Geschichte von WICHTEL SVERRE vor. Francesca hatte ich das Manuskript kurzerhand per Mail geschickt, damit auch sie es mit ihren Kindern lesen konnte. Ebenso wie Teil 1 widmete ich auch diese Geschichte unseren Kindern gemeinsam. Hätte Francesca vor über 3 Jahren ihrem Sohn auf einem Waldspaziergang bei uns im Eggegebirge nicht von dem kleinen Wichtel, der in einem Pilz wohnt, erzählt und zu mir gesagt: "Lass uns dazu ein Kinderbuch machen!" - dann hätte ich wohl niemals über Wichtel Sverre geschrieben. Meine Kinder waren begeistert und fragten direkt, wie es denn weiter ginge und wann ich den dritten Teil schreiben würde. Auch Francescas Kinder waren in den Bann der Geschichte gezogen. Dabei war es noch das Manuskript, dass mittlerweile gekürzt und abgeändert ist, damit die Geschichte noch stimmiger und runder und vor allem passend zum dritten Teil, der kommen wird, ist. Francesca notierte sich erste Illustrationsideen und auch ich notierte Bilder, die ich vor Augen hatte und eigene Ideen. Wir tauschten uns aus und ließen die Geschichte ruhen.
2022 hatten wir beide verschiedene Projekte auf dem Tisch und so begann gegen Ende des Jahres ihre Ideen zu unserem Buch weiter auszubauen.

Glücklicherweise hatten wir in der KinderbuchManufaktur einen Workshop mit Daniel Bleckmann. Er lehrte uns: Du musst manchmal einfach kürzen. Deine eigentliche Lieblingsszene rausschmeißen oder abändern.
Ich las das Manuskript zu WICHTEL SVERRE TEIL 2 einige Male und irgendwie war es anfangs zu schwafelig. Ich schilderte völlig unwichtige Details und Handlungen der Protagonisten, die keinesfalls wichtig für den abenteuerlichen Verlauf der Geschichte waren. War es überhaupt Abenteuer genug? Hatte ich den neuen Protagonisten überhaupt ausreichend Raum gegeben? War das Ende nicht viel zu abrupt? Meine Testleser meldeten mir zurück, dass die Geschichte toll und spannend sei. Doch sie gaben mir auch Tipps. Sie sagten mir, was sie sich wünschten zu wissen und welche Szenen zu lang oder zu kurz waren. Zu meinen Testlesern gehören Familienmitglieder und Freundinnen und ihre Kinder. Ich bin ihnen so dankbar für ihre ehrliche Rückmeldung. Sie alle finden gut, was ich mache. Das kann schnell dazu führen, dass man pauschal alles gut findet. Doch meine TestleserInnen sind kritisch und ehrlich und das schätze ich sehr an ihnen. Ich bin dankbar über jede Kritik und Anmerkung, denn sie machen meine Geschichten besser. Ich kürzte, ich ergänzte. Das Manuskript ruhte. Ich las es erneut und erneut. Tauschte mich mit meinen Testlesern und Francesca über die Änderungen aus. Gut Ding will Weile haben. Auch wenn der Buchmarkt rasend schnell ist, so ließen wir uns nicht von unserem Weg abbringen. Francesca und ich einigten uns, das Buch zur zweiten Jahreshälfte 2023 zu veröffentlichen. Dieses Mal haben wir Fans, die auf die Fortsetzung warten. Buchhändler, die von unseren Veröffentlichungsplänen wissen und viele neue LeserInnen groß und klein, die uns und unsere gemeinsamen Buchprojekte kennen. Es musste also ein gutes Marketingkonzept her.

Marketingkonzept. Ich tippte das Wort in ein leeres Worddokument und wartete meine Ideen ab. Wild durcheinander notierte ich sämtliche Marketingideen, die ich für passend hielt. Ohne eine besondere Ahnung von Marketing zu haben. Bis dato. Ich setzte mir eine neue Brille auf. Ich beobachtete was Verlage tun. Wie sie Bücher anpreisen. Ich nahm an weiteren Workshops der KinderbuchManufaktur teil. Doch eine Person hat mich in diesem Prozess besonders intensiv begleitet und gecoacht. Mein Schreibbuddy und meine Freundin die Kinderbuchautorin Alina Gries. Ich nahm an ihrem Marketingkurs teil, den ihr übrigens aus ihrer Website buchen könnt. In mehreren Onlinesitzungen brainstormten wir gemeinsam und Alina schaffte es mich in die richtige Richtung zu lenken.
+Was bedeutet Marketing für dich?
+Wer ist deine Zielgruppe und wie erreichst du sie?
+Wie trete ich an die Presse heran? Wie gestalte ich eine Pressemappe oder Pressemitteilung?
+Andere Vertriebswege wie Buchhandlungen, Amazon und Schlagwort-Suche
+Wie kann ich Social Media nutzen und wie erreiche ich meine Zielgruppe?
+Den richtigen Blogger und Influencer finden
+Rezensionen sind wichtig, so kann ich meine Community aufbauen
+Wie habe ich meine erste Lesung gehalten?
+Wie kann ich Messen/Veranstaltungen für mich nutzen?
Mit all diesen Fragen beschäftigten Alina und ich uns. Ich fokussierte mich auf Wichtiges und Möglichkeiten, die es auszuschöpfen galt. Alina fragte nach, beratschlagte und gab mir Hausaufgaben auf. Ich beschäftigte mich mit Marketing, wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Mein Marketingskonzept umfasste diesmal u.a. Wichtel- und Kinderbuchbegeisterte mit ins Boot zu holen. Ich fragte einige kreative Menschen mit Instagramaccount und Blog an, ob sie Lust hätten mein Kinderbuch zu rezensieren. Ich erhielt ehrliche Absagen und begeisterte Zusagen. Alle, die mit dabei sind, erhielten von mir ein glückskleeverpacktes Buch mit persönlichem Worten auf einer Sverrepostkarte. Aus diesen Kontakten haben sich mittlerweile so nette Unterhaltungen ergeben, so dass wir an der einen oder anderen Stelle feststellen durften, wir klein doch die Welt ist.
An dieser Stelle danke ich Katrin, Sandra, Bianka, Anja, Svenja und Elli. Ihr werdet im Laufe des Jahres noch mehr über meine tollen Unterstützerinnen und ihre wunderbaren Accounts und Blogs erfahren.

Im letzten Winter stellte ich mit großer Freude fest, wie viele Wichtelbegeisterte und vor allem miniaturbegeisterte Menschen im Internet unterwegs sind. Auf meinen Lesungen begleitet mich immer die selbst gebaute Kulisse von WICHTEL SVERRES Fliegenpilzzuhause. Gemeinsam suchen wir die magische Schraube, mit deren Hilfe der kleine Wichtel unsichtbar werden kann. Klein und Groß staunen über die winzigen Details und somit war mir schnell klar, dass es auch zu Band 2 eine Kulisse geben sollte. Aus der Idee wurden 5 Kulissen. Anfang des Jahres glich unser Esszimmertisch wochenlang einem Hobbytisch. Das Bastelchaos beherrschte unseren Gemeinschaftsraum. Ich kaufte einige Bastelutensilien zusammen. Fertigte maßstabsgetreue Skizzen an und holte mir meinen Mann dazu. Schließlich beherrscht er die Kreissäge. 😉 Gemeinsam leimten wir kleine Hütten zusammen. Er bog mir winzige Wichtelbrillen und ertrug das Chaos mit einer stoischen Ruhe. Ich bastelte im Eiltempo. Den gesamten Januar und Februar lang. Im März kam meine Freundin und Fotografin Carola Tilly vorbei und lichtete meine Kulissen ab. Denn neben dem neuen Buch gibt es nun auch einen Pinterest-Account. Dort könnt ihr euch bald die Miniaturen der magischen Wichtelwelt rund um Wichtel Sverre anschauen und vielleicht bekommt der eine oder die andere eine Bastelidee für den heimischen Wichtel. Ich freue mich über diese neue kreative Welt und vor allem auf die strahlenden Augen von kleinen und großen Sverre-Fans. Meine Kinder staunen noch jetzt über die Miniaturen und können sich nach wie vor nicht entscheiden, welche ihre liebste Kulisse ist. Ich im Übrigen auch nicht. 😊 Passend zu den Kulissen findet ihr im Buch übrigens Illustrationen. Francesca hat alle Miniaturwelten detailgetreu illustriert. Eine Illustration habe ich nachgebaut. Einfach genial! Ihr dürft gespannt sein. Schaut doch für einen ersten Einblick mal vorbei auf Pinterest unter WICHTELSTUBENMAGIE UND WICHTELWELTEN von Claudia Höwing @kamufflon. Speichert euch die Pins ab und folgt mir gerne! Es kommt noch mehr - versprochen!

Auch beim zweiten Band hatte ich meine Freundin Ninja und ihre Tochter Sophia als kritische Testleserinnen an meiner Seite. Mein Schwager Pascal Höwing übernahm das Lektorat und Korrektorat, während auch meine Eltern und Schwiegereltern das Manuskript lasen und es durch ihre Aufmerksamkeit zu einem besseren Text machten. Ich habe mich mittlerweile an das Korrigieren gewöhnt. Da schreibt man mit Herzblut einen Text und muss ihn dann umschreiben. Aber es gehört dazu und es macht die Geschichte so viel besser als sie anfangs war.
Diesmal habe ich für Francesca und meinen Mann die Geschichte von Wichtel Sverre via Sprachnachricht aufgesprochen. So konnte Francesca immer wieder in die einzelnen Kapitel reinhören und die Bilder vor ihrem geistigen Auge lebendig werden lassen, um sie dann aufs Papier zu bringen. Mein Mann sollte unbedingt die Geschichte kennen, bevor sie veröffentlicht wird. Und so hatte er auf den Autofahrten zur Arbeit ein Hörspiel. Außerdem lese ich mir meine Geschichten grundsätzlich immer wieder laut vor. Das hilft mir beim Korrigieren sehr.

Wie bereits im ersten Band von WICHTEL SVERRE gibt es auch im zweiten Band Rezepte zum Nachmachen. Ich erprobe die Rezepte selbst und koste gemeinsam mit meiner Freundin und Illustratorin Francesca und meiner Familie die Ergebnisse. Manchmal wird etwas verfeinert oder abgeändert und manchmal können die Rezepte direkt so ins Buch wandern.
Als Grundschullehrerin habe ich schon viele Arbeitsblätter selbst gestaltet. Somit habe ich mittlerweile ein geschultes Auge für Layouts. Die Sache mit dem Buchsatz habe ich mir selbst beigebracht. Durch das tägliche Kinderbuchlesen mit meinen eigenen Kindern habe ich ständig im Fokus, wie ein Buchsatz für das Lesealter meiner Bücher aussehen sollte. Ich finde es total wichtig, dass passende Illustration mit den passenden Textpassagen harmonisch übereinstimmen und dass Gesprochenes gut gelesen werden kann. So habe ich auch beim zweiten Band erneut das Layout und den Buchsatz selbst erarbeitet. Während meine Freundin und Mediengestalterin Melissa Richtermeier erneut den Bucheinschlag gestaltet und das Cover zum Hingucker gemacht hat, habe ich diesmal selbst alle Illustrationen bearbeitet und mit dem Text in Einklang gebracht. Meine Freundin Carola Tilly hat wieder Fotos gemacht und mein Schwager Pascal Höwing das Lektorat und Korrektorat übernommen.

Wie bereits bei meinen vorigen Buchprojekten legte ich auch WICHTEL SVERRE - WICHTELSTUBENMAGIE UND POLARLICHTZAUBER - BAND 2 über BoD (Books on Demand) an.
Dieses zweite Wichtelabenteuer hat mich vor neue Herausforderungen gestellt, an Grenzen gebracht, neue Bekanntschaften und Kontakte mit sich gebracht und unheimlich Spaß gemacht. Ich bin stolz auf dieses neue Buchprojekt!

KINDERBUCHAUTORIN MIT HERZ UND SEELE UND NEM HAUFEN ARBEIT


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WENN ICH VORSTELLEN DARF...

... das ist Judith Spörl. Kinderbuchautorin und ebenfalls Mitglied der Kinderbuchmanufaktur vom ersten Tage an. Ihr Motto: AUCH BEIM LESEN WACHSEN FLÜGEL!
Judith hat aus ihrer Liebe und Begeisterung zum Beruf und dem Fliegen heraus angefangen, Kinderbücher zu veröffentlichen. Tante Ju – Fluglotsin und Autorin. Sie lebt in Salzburg und veranstaltet regelmäßig Flugplatzlesungen. Das klingt so irre spannend, dass ich eines Tages dabei sein werde.

Judith, erzähl doch mal…


Was magst du an deinem Beruf als Fluglotsin?
Mein Vater ist Pilot, ich hatte meinen Segelflugschein schon vor dem Autoführerschein – ich liebe das Fliegen und ich liebe Flugplätze und Flughäfen einfach! Als Lotsin ist man noch dazu bodenständiger und trotzdem abends zu Hause bei der Familie. Perfekte Mischung also! Ich „fliege meinen Tower“.
In der Flugsicherung gibt es kaum Hierarchien. In meine Arbeit quatscht mir keiner rein. Wer in der Position sitzt, ist Chefin/ Chef vom Dienst. Hohe Verantwortung auf Augenhöhe mit allen KollegInnen und PilotInnen. Super Arbeitsklima und tolle KollegInnen. Gute Bezahlung. Antrainierte Entscheidungsfreudigkeit – hilft auch im privaten Leben. Kein Job von 8-5. Flexibilität durch Schichtdienst. Und und und …


Wie und wann und warum bist du Kinderbuchautorin geworden?
Als meine Tochter in der „rosa-Ponyhof-Geschichten-Phase“ war. Lillifee, Bibi und Tina, Conny – aber nienix mit Flugzeugen! Fand sie total doof, wenn ich davon erzählt habe (hätte ich als Kind auch).
Challenge accepted! Und siehe da: meine Flugplatzgeschichten über Lena und ihre Freunde fand das Töchterlein mega cool. Das erste Buch kam 2016 bei Tredition, einem Print on Demand Verlag, heraus.
Bis ich so weit war sind aber einige Jahre vergangen. Ich habe so ziemlich alles falsch gemacht am Anfang, was man so falsch machen kann. Learning by doing! Eine große Hilfe war dabei meine Lektorin Anne Paulsen, die ich über den Verlag gefunden hatte.

Hast du Hobbys?
Zum Fliegen habe ich aktiv leider schon seit Jahren keine Zeit mehr. Ich spiele Klavier. Das wäre auch eine mögliche Alternativkarriere für mich gewesen früher. Aber die Fliegerei kam ja dazwischen.
Ich lese sehr, sehr, sehr viel. Tja – und nun das Schreiben, Herausgeben und Vermarkten von Kinderbüchern. Und Vorlesen! Ganz wichtig!
Sind Haustiere ein Hobby oder eine Lebenseinstellung? Nimm die noch mit dazu! Aus dem Tierschutz haben wir schon einige Vierbeiner aufgenommen.

Machst du gerne Urlaub? Wenn ja wo?
Wir wohnen in den Bergen. Kitschigst schön! Aber im Urlaub darf es bitte Meer sein. Davon kriege ich nie genug. Man findet uns öfter auf Rügen oder Richtung Italien unterwegs. Und Schottland! England allgemein liebe ich total. Und Australien! Mein drittes Buch über Lena spielt dort! Da ist viel Erfahrung aus alten Reisen eingeflossen, denn nach dem Abitur war ich ein paar Monate Down Under zum Fliegen …




Wie viele Bücher hast du bereits veröffentlicht?

2016 Lena fliegt sich frei (1) ab 10 Jahren
2017 Lena startet durch (2) ab 10 Jahren
2020 Lena Down Under (3) ab 12 Jahren
2018 Lena Earns Her Wings (Teil 1, Englisch)
2019 Jonas hebt ab ab 8 Jahren

2022 Immer dem Propeller nach Vorlesebuch ab 4 Jahren
Ein Projekt, dessen Erlös an die Stiftung „Fly and Help“ geht. (Die Stiftung setzt sich für den Bau von Schulen weltweit ein.)

Wie kam es zu deiner aktuellen Buchidee „Immer dem Propeller nach“?
Ich wurde von einem Freund angesprochen: „Judith, kennst du Fly & Help?“
Kannte ich nicht. Aber wie ich dann erfuhr, bauen sie Schulen weltweit in Entwicklungsgebieten. Der Gründer Reiner Meutsch ist auch Pilot. Daher der Name. Und irgendwie fand ich, das passt hervorragend zu meinem Motto „Auch beim Lesen wachsen Flügel“.
Ab da war klar: daraus mache ich ein Buch und der Erlös ist für die Kinder!



Du spendest den Erlös an „Fly and help“. Kannst du uns mehr darüber erzählen?
Reiner Meutsch, der Gründer von „Fly & Help“ hat den Lebenstraum seines Vaters verwirklicht. Einmal um die Welt reisen. Er hat das noch getoppt und gleich selbst einen Flugschein (mit Anfang 5o!) gemacht. Damit sein Flug um die Welt Sinn und Zweck hat, wurde die Stiftung gegründet. Reiners Reichweite und Mittel sind groß. Auf seinen Reisen besucht er immer wieder die Projekte, an denen er mitwirkt und überzeugt sich, dass die Hilfe auch wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Schon über 600 Schulen wurden durch die Stiftung gebaut!
In meinem Bilderbuch fliegen Propinella und Hubi Hubert seine Originalstrecke von der Weltumrundung nach.

Wann und wo bekommst du die besten Ideen?
Beim Hundespaziergang. Beim Gehen im Wald plotte ich alles. Vom Instagram-Post, über Marketingkampagnen bis hin zu den Büchern.
Oder nachts, wenn ich eigentlich schlafen soll. Wenn eine Idee da ist, komme ich nicht davon los. Muss ich dann erst alles rausschreiben und dann ist wieder gut.

Was war die ungewöhnlichste Ideenkritzelei bisher?
Ein Kommentar unter einen Instagram Post von Katrin Grieco über die Kinderbuchmanufaktur. Es ging um Kinderbuch-Universen oder so. Aus einem Quatsch- Kommentar wurde eine wunderbare Geschichte (erscheint diesen Sommer) …

Schreibst du täglich? Wie lange schreibst du im Durchschnitt?
Täglich? Nein, gar nicht. Durch den Schichtdienst und Fulltimejob als Lotsin geht das nicht. Es gibt immer Phasen, wo ich viel schreibe, sozusagen in jeder freien Minute. Wie besessen. Und dann passiert auch mal wochenlang nichts. Ich versuche das Projekt gebunden zu bündeln. Manchmal klappts. Manchmal muss ich aber auch streng mit mir sein und die Finger vom Laptop lassen. Der Online-Shop und der ganze „Drumherum-Kram“ läuft ja nicht von alleine!



Hast du einen festen Arbeitsplatz?
Außer dem Tower? 😉 Zum Schreiben: Der Küchentisch oder mein Arbeitszimmer. Immer.
Wie kam es zu deinem Motto?
Hat sich unterwegs nebenbei entwickelt. Passt zu meinen Leidenschaften. Fliegen und Lesen. Und nach dem Workshop in der Kinderbuchmanufaktur über das „Warum“ in Social Media, habe ich es bewusst ausgebaut. Mit Lesen fängt alles an!

Etwas über deine Träume und Ziele…
Was ist dein größter Traum?
Abgesehen von vielen Enkeln, Gesundheit und Wohlbefinden für mich und alle meine Lieben bis hin ins biblische Alter? 😊
Ein kleines Häuschen im Grünen, ein Steinway-Flügel und ein paar erfolgreiche Kinderbücher, die mir das möglich machen.
Hast du Ziele für 2023?
Im Sommer erscheint mein nächstes Kinderbuch. Zwei, drei andere Geschichten muss ich auch noch überarbeiten – mal sehen, wie fix das läuft! Und ansonsten wie immer: Lesen, lernen, wachsen!



HERZLICHEN DANK!


Mehr über Judith lest ihr auf ihrer Website und ihrem SocialMediaAccount.



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