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Bereits zwischen den Jahren habe ich mir Gedanken um meine Arbeit als Kinderbuchautorin gemacht. In meinem Notizbuch BIG PLANS habe ich meine Visionen, Wünsche und Ziele sowie schöne Zitate festgehalten, die mich auch 2023 wieder oder aber neu begleiten sollen.

Ein paar Familienfotos habe ich hineingeklebt. Das Buch ist nun schon ein paar Jahre alt und ich schaue das Jahr über immer mal wieder rein und freue mich über die gestalteten Seiten und besinne mich auf meine Wünsche und Ziele. Mir persönlich tut das gut. Vor allem, wenn das Großfamilienleben und der Alltagstrubel wieder mal turbulent werden. Zwischen den Jahren habe ich tatsächlich immer die meiste Ruhe für solche Gedanken und kann diese viel besser zu Papier bringen. Außerdem liegt das alte Jahr stets hinter mir, mit seinen Ecken und Kanten und Erlebnissen, die ich mir anders vorgestellt oder gewünscht hatte.

Ich schreibe ausschließlich mit meinem Füller in dieses Buch. Das mag ich ganz besonders. Hier zwei meiner Lieblingssprüche, die ich mir immer wieder versuche vor Augen zu halten und in meinen Alltag einfließen zu lassen. Mal gelingt es mir besser, mal schlechter.
DIE BESTEN TAGE SIND DIE, AN DENEN DU NICHTS GESCHAFFT HAST, AUSSER DIR ZEIT ZU NEHMEN.
WENN DU GLAUBST, DU SCHAFFST ES, SCHAFFST DU ES!

Bereits 2022 habe ich mir notiert, was ich mir hinsichtlich meiner Buchprojekte vornehmen will. Was ich mir wünsche und was meine Ziele sind. Ich habe so viele Ideen, aber verhältnismäßig so wenig Zeit, all meine Pläne sofort umzusetzen. Dabei bin ich doch so ungeduldig und begeisterungsfähig, dass alles bestenfalls sofort klappt, gelingt und umgesetzt wird. Seit drei Jahren schlummert nun eine Buchidee in meinem Kopf und schafft es auch immer wieder in mein BIG PLANS und in meinen Projektkalender, doch andere Buchprojekte haben immer noch Vorrang. Auch für 2023 steht diese Idee wieder im Notizbuch. Sollte ich mehr Zeit als erwartet übrig habe, weiß ich, womit ich sie füllen kann. Was jedoch feststeht ist die Buchveröffentlichung meines zweiten Kinderbuches rund um den kleinen Wichtel Sverre. Ein Marketingkonzept, Lesungen, Signierstunden und vieles mehr sind in Planung. Um meine Arbeitszeiten als Kinderbuchautorin nicht vor mir her zu schieben, weil das Großfamilienleben und der Alltag dazwischen grätschen, habe ich mir für 2023 einen extra Kalender gekauft. Jede Woche plane ich ganz bewusst meine Arbeitsschritte und -ziele und -zeiten ein, um meinen Kinderbuchtraum weiter verfolgen zu können. Ich mag diese Balance zwischen meiner Arbeit als Grundschullehrerin, dem Mamasein und Kinderbuchautorinsein nämlich sehr. Es ist viel an manchen Tagen, das gebe ich zu. Aber es bringt mir persönlich auch so viel. es erfüllt mich und macht mich glücklich.
MUT STEHT AM ANFANG DES HANDELNS. GLÜCK AM ENDE.
Fotos: Carola Tilly
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Vor 7 (beinahe 8) Jahren kam der Wunsch in mir auf meine Kinderbuchidee aufzuschreiben und als Buch zu veröffentlichen, um es meiner Tochter zu widmen. Niemals hätte ich mich zum damaligen Zeitpunkt als Kinderbuchautorin bezeichnet, geschweige denn damit gerechnet, welche Formen dieses „Autorending“ mal annehmen würde.

Als ich die Geschichte über DAS KAMUFFLON im Sommer 2016 auf unserer baustellenmäßigen Terrasse gereimt und in ein Notizbuch gekritzelt habe, habe ich mich als schreibende Mama gesehen, die ihrem Kind eine Freude damit machen möchte, wenn es alt genug ist, die Geschichte vorgelesen zu bekommen. Mein Grundschullehrerinnenherz sagte: „Die Geschichte musst du mal mit deinen Schülern lesen und kreative Erzähl- und Schreibanlässe dazu gestalten.“ Gedacht und das Notizbuch beiseitegelegt. Erst als ich 2020 mein Bilderbuchdebüt zum KMAUFFLON feierte, indem ich das Buch über BoD (Books on Demand) veröffentlichte, sah ich mich als Autorin. Doch eigentlich auch nicht wirklich als richtige Kinderbuchautorin. Denn schließlich gibt dort draußen so viele großartige und namhafte Kinderbuchautoren, da bezeichnete ich mich doch lieber nur als Hobbyautorin. Als dann das verrückte Leben mit seinen Zufällen meine Freundin Francesca und mich zusammenbrachte, veröffentlichte ich noch im selben Jahr zwei weitere und im darauffolgenden ebenso zwei weitere Kinderbücher sowie eine Begleitlektüre. Ich gab Presseinterviews, weitete als Selfpublisherin, wie ich neuerdings kategorisiert und genannt wurde und mich in die Autorenriege einsortierte, Kontakte zu Buchhandlungen, Kultureinrichtungen und Bildungseinrichtungen aus. Organisierte erste Lesungen, gab meiner Website Gestalt. Flyer, Visitenkarten und Postkarten wurden gedruckt. Und auf einmal war da dieser Moment, wann genau weiß ich nicht mehr, aber er war da. Da habe ich den Telefonhörer in die Hand genommen und mich als Claudia Höwing, die Kinderbuchautorin aus Altenbeken vorgestellt und ab diesem Zeitpunkt bezeichne ich mich selbst als Kinderbuchautorin.

In diesem Jahr ist mir bewusst geworden, dass ich mittlerweile nebenberuflich als Kinderbuchautorin arbeite. Wenn ich auch noch nicht überwiegend zu den Tageszeiten, zu denen ich als Grundschullehrerin arbeite an meinen Buchprojekten arbeite, so sehe ich meine diese mittlerweile als Arbeit und mich als Kinderbuchautorin. Meine Familie, Freunde und Bekannte habe mich übrigens schon viel länger als selbständige Kinderbuchautorin gesehen. Verrückt oder? 7 Jahre sind seit der Idee zum Kinderbuch vergangen und ich habe so viel dazu gelernt, so viele Erfahrungen gemacht und ich freue mich sehr auf alles, was noch kommen wird. Dieses Jahr habe ich mir sogar einen Terminplaner für das kommenden Jahr eigens für Buchprojekte gekauft. Mittlerweile weiß ich, was alles dazu gehört: Als Kinderbuchautorin im Selfpublishing schreibe ich, setzte mir dabei selber Deadlines, um voran zu kommen, überarbeite, korrigiere, lektoriere (gemeinsam mit meinem Familienbuchteam), betreibe Marketing, pflege Socialmediaaccounts und meine Website, halte und weite Buchkontakte aus, tausche mich mit meinen Illustratorinnen aus, nehme an Workshops der KinderbuchManufaktur teil, lese Fachzeitschriften und Fachbücher und natürlich Kinderbücher, höre Podcasts, organisiere und gebe Lesungen und arbeite ständig an neuen Ideen rund um meine Bücher und neue Geschichten. Ich könnte so viel mehr Stunden in der Woche als Kinderbuchautorin arbeiten, doch ich bin nach wie vor als Grundschullehrerin (in Teilzeit) tätig, habe eine Familie (Ehemann und drei Kinder), ein Haus mit Garten und genauso wie alle anderen lediglich eine 24/7 Woche. Meine Schreib- und Arbeitszeiten als Kinderbuchautorin blocke ich mir seit letztem Jahr fest im Kalender. Mal arbeite ich morgens oder vormittags, wenn alle aus dem Haus sind, mal abends, während die Kinder schlafen und der Mann mich kreativ sein lässt. Oft wurde ich schon gefragt, ob ich nicht ausschließlich Kinderbuchautorin sein möchte. Will ich das? Frage ich mich dann. Die Antwort habe ich gefunden: Nein, ich möchte genau diese Mischung. Die Mischung aus meiner Arbeit als Grundschullehrerin und Mamasein (nichts lässt mich näher an meiner Zielgruppe sein) und dem Autorinnendasein mit Schreib-, Kreativ- und Lesungszeiten. So gehe ich zwar nicht mehr all zu vielen anderen Hobbys, außer dem Sport und lesen und Freunde treffen nach, doch wie sagt man so schön SCHUSTER BLEIB BEI DEINEN LEISTEN. Schreiben war schon immer mein Ding und ich habe es schon immer geliebt, wenn die Tastatur heiß klappert und der Stift eilig übers Papier kritzelt (sogar in Klassenarbeiten in der Schule mochte ich das schon, wäre da am Ende nicht dieses Notending gewesen). Also SCHREIBE ich als HOBBY und als BERUF. Und das bald seit 8 Jahren!

Fotos: Carola Tilly von WithCarmaFotografie
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WENN ICH VORSTELLEN DARF...

... das ist Teresa Hochmuth. Kinderbuchautorin und ebenfalls Mitglied der KinderbuchManufaktur. Teresa ist unter uns zahlreichen Selfpublishern in der Kinderbuchmanufaktur Verlagsautorin. Sie wurde 1982 in Würzburg geboren und lebt heute mit ihrer Familie in München. Wir sind seit einem Jahr immer mal wieder im Austausch und haben uns dieses Jahr persönlich auf der Frankfurter Buchmesse getroffen. Teresa ist eine super sympathische Frau und großartige Autorin, die ich euch nun unbedingt vorstellen möchte.

Teresa, erzähl doch mal…

Welchen Beruf hast du gelernt?
Ich bin studierte Drehbuchautorin.
Was arbeitest du?
Ich schreibe Drehbücher für verschiedene Fernsehserien (aktuell z.B. für BETTYS DIAGNOSE und die neue KiKA-Serie MAARI), Kinderbücher und manchmal auch Hörspiele.
Hast du Hobbys?
Abgesehen davon, dass ich mein größtes Hobby zum Beruf gemacht habe, gehe ich sehr gerne mit meiner Familie in die Berge. Und ich nähe - nicht gut, nicht oft, aber jedes Mal wieder mit großen Ambitionen.
Machst du gerne Urlaub? Wenn ja wo?
Klar! Kurzurlaub am liebsten auf der Engalm (Karwendel). Strandurlaub auf griechischen Inseln. Und großer Familienurlaub in der Heimat meines Mannes, den Rocky Mountains.


Wie viele Bücher hast du bereits veröffentlicht?
Angefangen habe ich mit der LITTLE-FRIENDS-Reihe (die leider inzwischen vom cbj-Verlag eingestellt wurde). Da gab es zwei Bilderbücher, zwei Vorlesebücher mit kurzen Geschichten und ein Adventskalenderbuch. Dann ging‘s weiter mit HOLLA HONIGKUCHENFEE (Magellan Verlag). Das ist eine Weihnachtsgeschichte zum Vor- und Selberlesen in 24 Kapiteln und eines meiner ganz großen Lieblingsprojekte bisher. Seit Juli steht mein erster Jugendroman SCHWESTERN DURCH DIE ZEIT: COMTESSE IN TURNSCHUHEN in den Buchläden.
Wie kam es zu deiner aktuellen Buchidee?
Entstanden ist das Konzept im Rahmen der Akademie für Kindermedien 2019/20. Die Jugendbuch-Lektorinnen vom Magellan Verlag haben in dem Jahr Ideen für eine neue Buchreihe oder mehrere Bände gesucht, für LeserInnen ab ca. 10 Jahren, mit einer weiblichen Hauptfigur. Weil ich noch nie für diese Zielgruppe geschrieben hatte und tatsächlich auch kaum Kinder in dem Alter kenne, habe ich mich erinnert, wie ich damals so war, mit 12 oder 14: Schlaghosen, Fransenblusen - ein verträumtes Hippiemädchen, mitten in den coolen 90ern. Aus diesem Gefühl heraus entstand dann in meinem Kopf das Bild von Dottie, der „Comtesse in Turnschuhen“, die sich wünscht, in einer anderen Zeit zu leben.

Hast du lange recherchiert?
Ich habe eigentlich während der gesamten Schreibzeit, von den ersten Konzeptideen im Winter 2019 bis zur finalen Abgabe im vergangenen März immer wieder recherchiert. Zuerst ganz allgemein, über das Leben einer adeligen Familie Anfang des 19. Jahrhunderts. Später dann kniffelige Detailfragen, auf die man gar nicht so leicht Antworten findet, z.B.: Gab es damals schon Zahnbürsten und wenn ja, hätte Frieda sie benutzt?
Wann und wo bekommst du die besten Ideen?
Beim Backen oder Fahrradfahren. Oft löst sich der kreative Knoten bei mir ganz von alleine, während ich zur Kita radle, um meinen kleinen Sohn abzuholen.
Was war die ungewöhnlichste Ideenkritzelei bisher?
COMTESSE IN TURNSCHUHEN habe ich geschrieben, als der Kleine in der Krippe eingewöhnt wurde. Ein paar Wochen lang konnte ich gerade mal schnell zum Drogeriemarkt, paar Einkäufe machen, und dann stand ich schon wieder vor der Tür der Einrichtung in der Novemberkälte, für den Fall, dass er nicht mehr länger mag. So kam‘s, dass ich mir Ideen für die nächsten Kapitel auf einem Kassenzettel notiert habe. In der Not tut’s auch eine Windelpackung als Schreibunterlage.
Schreibst du täglich? Wie lange schreibst du im Durchschnitt?
Inzwischen funktioniert das mit der Krippe ganz gut, so dass ich unter der Woche täglich ca. 5-6 Stunden schreiben kann. Wenn ein Abgabetermin drängt, muss ich manchmal auch abends oder am Wochenende ran.
Hast du einen festen Arbeitsplatz? Früher fand ich es nicht schlimm, keinen festen Platz zu haben, aber seit in meinem neuen Arbeitszimmer ein schöner Vintage-Schreibtisch aus den 60ern steht, sitze ich tatsächlich meistens auch dort.
Bist du oft im Verlagshaus oder wie laufen die Kontakte?
Vor Ort bin ich nur sehr selten. Meistens telefoniere ich mit meinen Lektorinnen. Umso schöner fand ich es, auf der Buchmesse das Magellan-Team endlich auch persönlich kennen zu lernen.

Stichwort Buchmesse: Du warst in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse und hast zu deinem aktuellen Buch SCHWESTERN DURCH DIE ZEIT: COMTESSE IN TURNSCHUHEN (Magellan) eine Lesung gehalten. Wie war das für dich?
Sehr aufregend! Wegen Corona hatte ich bisher gerade mal eine Live-Lesung vor einer ganz kleinen Gruppe gehalten. Und dann gleich ab auf die größte Buchmesse der Welt! Ich war ziemlich nervös. Aber das nette Team vor Ort und die Kinderbuchmanufaktur-Mitglieder haben mich so toll unterstützt. Teenager zu treffen, die mein Buch schon gelesen hatten und es schön fanden, war ein ganz besonderes Highlight.
Was fasziniert dich an der Buchmesse?
So viele Buchmenschen auf einem Fleck! Vor allem in der Halle 3.0 brummt es nur so vor Kinderbuchbegeisterung.
Warst du bereits öfter dort?
Als Schülerin war ich einmal auf der Messe, vor über 20 Jahren. Ich habe Margret Atwood von hinten gesehen und eine Tüte voller Werbegeschenke nach Hause geschleppt. War auch super.

Was ist dein größter Traum?
Mein größter Autorinnentraum wäre es, eine eigene Kinderserie zu erfinden. Dann könnte ich alle meine LieblingskollegInnen anheuern, wir würden in einem gemütlichen Writers Room zusammenhocken, Zimtschnecken essen und plotten, bis die Köpfe qualmen.
Hast du Ziele für 2023?
Die ganzen Projekte, die sich gerade auf meinem Schreibtisch stapeln, gut und ohne Stress zu Ende zu bringen. Und dann ganz entspannt paar Zimtschnecken backen, was nähen und mal schauen, was mir so Neues einfällt.

Für deine Pläne und Ziele wünsche ich dir nur das Beste und freue mich, dass wir uns in der KinderbuchManufaktur über den Weg gelaufen sind!

HERZLICHEN DANK FÜR DEINE ZEIT!


Mehr über Teresa lest ihr auf ihrer Website und auf ihren SocialMediaKanal.
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